Zeit seit der OP am 10.05.2012:
Verlorenes Gewicht seit der OP: -43,3 kg (99,0 kg)

Sinnvolle Vorbereitungs-Tipps

Im Informations-Dschungel Internet bekommt man allerhand zu lesen, ich habe hier eine kleine aber feine Liste von Tipps, die ich zur Vorbereitung auf die OP und die Zeit danach wirklich Sinnvoll finde.
  1. Sport ist Mord? Bewegung tut gut!
  2. Cremen, cremen, cremen.
  3. Weg mit dem Speck - und der Fettleber
  4. Wasser marsch!
  5. Infos und Austausch mit anderen
1. 
Was Sinn gemacht und sogar Spaß gemacht hat (nach anfänglichen Schwierigkeiten) war das Sporteln.
Die Ärztin im Krankenhaus hat mir schon bei  einer der ersten Untersuchungen gesagt, dass die Erfolgsaussichten viel viel höher sind, wenn die Patienten schon VOR der OP mit Bewegungstherapie beginnen. Dreimal die Woche für 10 Minuten. Das reicht schon. Dann fällt es einem nach der OP auch leichter, damit weiter zu machen. Es ist gut fürs Herz, für die Haut und wenn man vor der OP noch abnimmt sinkt auch das Risiko weiter.

Klar, mit meinen Gelenken tu ich es mir schwer beim Laufen, auf einem Fahrrad sitzen ist auch mehr als nur ein bisschen unbequem - die perfekte Wahl für mich: Schwimmen!
Nach dem ich meine Scheu am Anfang ablegen konnte (zumindest halbwegs) hat es sogar wirklich Spaß gemacht. Gleich eine Monatskarte gekauft und mindestens 2-3-mal die Woche zum Schwimmen gegangen. Damit die Haut nicht zu sehr austrocknet kam gleich Tipp 2: Cremen!

2.
Hauptsächlich weil meine Haut nach dem Schwimmen trocken war, aber auch weil ich gelesen habe, dass Massagen, bei denen die Durchblutung der Haut gefördert wird, helfen, das die Haut sich etwas besser regeneriert und nicht so sehr hängt, wurde eine "Hautstraffende Körperlotion" gekauft.
Abends, nach dem Schwimmen und einem wohltuenden Totes-Meer-Salz-Bad werd ich also massiert / eingecremt. Das tut gut, freut die Haut und wenn man noch jemanden hat, der einen eincremt wird es gleich noch viel besser. ;-)

Ich glaube nicht wirklich, dass die Lotion "Hautstraffend" ist, aber ich glaube, dass die Durchblutung fördernde Massage hilft.

3.
Ein großes Risiko bei der OP ist, dass die Leber verletzt wird und es zu Blutungen kommt oder das der Arzt gar nicht erst an den Magen kommt, weil die Leber drüber liegt. Dann kann der Eingriff nicht mehr laproskopisch gemacht werden, sondern es muss die ganze Bauchhöhle geöffnet werden. Bei adipösen Menschen ist die Leber nämlich extrem vergrößert, eine sogenannte "Fettleber". Deswegen empfehlen die Ärzte in der Rudolfstiftung vor der OP noch so gut es geht abzunehmen.
Also habe ich die Ernährung umgestellt. Gesund sollte es sein.
Ein weiterer guter Tipp: 6-8 Wochen vor der OP anfangen so gut es geht auf Fett zu verzichten. Falls es doch mal Fett sein soll, dann lieber pflanzliches, kein tierisches Fett.
Das heißt im Klartext: Keine Butter, pflanzliche halbfett Margarine. Fasten Milch mit nur 0,1% Fett, kochen mit beschichteten Pfannen und minimal Sonnenblumen- oder Olivenöl. Wo es geht nicht in der Pfanne anbraten sondern im Backrohr garen. Sogar mit Frikadellen geht das super, die Küche stinkt nicht nach Fett und sie sind noch um einiges leckerer. ;-)

4.
Wichtig für mich war das bewusstere Trinken. Da ich nach der OP auch mindestens 2-3 Liter Wasser trinken sollte, ich bisher aber maximal 1 Liter Wasser getrunken habe und da auch oft irgendein künstliches Zeug mit Geschmacksverstärker und Zucker ohne Ende.
Das ist mir wirklich schwer gefallen! Mein Trick: Ein 1L Krug Leitungswasser mit einer Zitrone (ohne Schale und in Scheiben geschnitten) auf dem Tisch - dazu das kleinste Glas, das ich finden konnte (fasst ca 2 Schluck Wasser). Am Anfang habe ich mir dann noch einen Wecker am Handy gestellt, mit der "Schlummer" Funktion hat mich das piepsen so alle 10 Minuten ans trinken erinnert, jedes Mal habe ich dann einen Schluck Wasser getrunken.
Am ersten Tag bin ich auf 4 Liter Wasser gekommen, die ich nur während der Arbeit getrunken habe.
Mittlerweile brauche ich keinen Wecker mehr, ich schaue nur darauf, dass ich 2 Krüge in der Arbeit trinke (2 Liter) und noch einen Liter am Abend zuhause.

Viel trinken ist gut für die Haut! Und ich fühle mich seit dem auch wirklich besser. :-)

5.
Zur Vorbereitung habe ich versucht so viel wie möglich über die OP und das Leben danach in Erfahrung zu bringen. Sehr hilfreich war dabei das Forum des Vereins Fettsucht (Österreichisches Forum). Da ich gelernt habe, dass in Deutschland und Österreich ganz andere Standards gelten, würde ich allen aus Deutschland empfehlen, ein ähnliches Forum zu suchen, aber nicht das österreichische empfehlen. ;-)

Der Besuch einer Selbsthilfegruppe, bei der man sich mit anderen austauschen kann, und so aus erster Hand erfahren kann, wie das Leben nach der OP ist, ist auch nur zu empfehlen!
Leider habe ich diesen Schritt verpasst, werde es aber nach der OP nachholen und regelmäßig zu Treffen gehen. :-)




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